Hooge ist mit einer Fläche von 5,6 km² die zweitgrößte Hallig. Sie wird von einem kleinen Sommerdeich vor Überflutungen geschützt. Trotz allem wird die Hallig mehrmals im Jahr (Herbst bis Frühjahr) überflutet und sorgt somit für die einzigartigen Salzwiesen. Die Häuser und die Kirche stehen auf künstlich aufgeschüttete Hügeln, die so genannten Warften, damit die Flut nicht in die Gebäude gelangen kann. Hallig Hooge hat derzeit um die 80 Einwohner und Einwohnerinnen sowie saisonales Pensionsvieh vom Festland.
Harry Diedrichsen mit Werner Boyens unterwegs mit der Hallig Moev auf Tour durch Wattenmeer in Begleitung von Plattbootenschiff mit Jens Treppe, der diesen Moment mit seiner Drohne wunderbar einfangen hat.
»Friesenwinter auf den Halligen –
Herzlich, herb und ohne Hektik. An kaum einem Ort ist die Kraft der Nordsee stärker zu spüren als im Winter auf den Halligen, wenn mächtige Sturmfluten für Landunter sorgen und eisige Winde die Landschaft einfrieren. Wie lebt es sich einsam und abgelegen mitten im Wattenmeer? Und was machen die Halliglüüd, wenn nur ab und zu eine Fähre ans Festland geht? Moderatorin Kathrin Kampmann will es herausfinden und ist nach Hooge gefahren. Eine Entschleunigungstour auf Nordfriesisch: Ruhe, Einsamkeit und alles immer schön langsam.«
»Die Halligen: Insel-Urlaub der besonderen Art
Wie verlorene Landflecken liegen die zehn Halligen vor der Nordseeküste Schleswig-Holsteins im Wattenmeer. Einige sind unbewohnt und stehen unter Naturschutz, andere sind besondere Urlaubs- und Ausflugsziele. Sie heißen Langeneß, Hooge, Nordstrandischmoor, Oland, Gröde, Habel, Norderoog, Süderoog, Südfall und Hamburger Hallig. Maximal 9,6 Quadratkilometer groß sind die kleinen Inseln im schleswig-holsteinischen Wattenmeer. Das Besondere: Mit Ausnahme eines Sommerdeichs auf Hooge sind die Halligen nicht eingedeicht und werden daher regelmäßig überflutet (...)«
Vor der Haustür tobt die Brandung. Die Hallig ist abgeschnitten. Das Wasser reicht bis an die Schwelle. Ohne Ölzeug und Gummistiefel geht niemand mehr nach draußen. Die Januar-Sturmflut 1976 vernichtete auf den Halligen Millionenwerte, allein Hausrat und Bekleidung in Höhe von 548 016 Mark (entspricht ca. 280.200 Euro). Die Zerstörungen an Gebäuden machten 783.012 Mark (entspricht ca. 400.350 Euro) Schaden aus.